Montag, 24. August 2015

{Nähen} Lilia mit Falten

Woche zwei des „Vergessene Taschen-E-Book-Sew-alongs“ ist schon fast vorbei, da wird es also Zeit, meine Tasche zu zeigen! Von Julia habe ich so einige E-Books und bis auf eines sogar alle schon einmal genäht, deshalb fiel mir bei Fabulatorias Idee auch sofort die lang geplante Lilia wieder ein…

Das E-Book habe ich nämlich letztes Jahr gewonnen! Erinnert ihr euch noch an Julias Nähwettbewerb? Verrückterweise hat es mein kleinesTäschchen tatsächlich ins Finale geschafft und dafür gab es ein E-Book nach Wahl :-) Höchste Zeit also, meinen Gewinn mal in die Tat umzusetzen.

Beim Aussuchen hatte ich letztes Jahr auch schon genau vor Augen wie meine Lilia aussehen sollte, das habe ich mittlerweile zwar wieder vergessen, aber nach meinem ersten SnapPap-Versuch wollte ich ja gerne mal eine „richtige“ Tasche aus diesem Material probieren und hier ist sie nun:

Ich habe das Schnittmuster auf 80 Prozent verkleinert und die Tasche hat trotzdem noch eine stattliche Größe

Das Nähen des SnapPap fand ich dieses Mal deutlich einfacher. Die Einzelseiten habe ich nämlich schon vor dem Waschen vorbereitet und die Teile dann direkt nach der Runde in der Waschmaschine zusammengenäht und gewendet, das ging wirklich gut. Getrocknet ist das Material jetzt wieder super fest, ich glaube die Vlieseline hätte ich zur Stabilisierung gar nicht gebraucht^^



Mir ist das jetzt ehrlich gesagt sogar ein bisschen zu fest… Ich denke, für die Zukunft wäre eine Kombi des SnapPap als Boden mit normalem Stoff oben für mich die bessere Wahl, ich mag es einfach, wenn meine Taschen noch ein bisschen knautschig sind. Die Träger würde ich auch nicht nochmal aus SnapPap machen, sie fühlen sich halt doch einfach „pappig“ an, weshalb ich wohl auch nie der größte SnapPap-Fan werden werde, aber interessant ist es.




Eine kleine Nähpanne habe ich auch noch zu berichten: Ich habe sonst nie Probleme mit Anleitungen (und schon gar nicht mit denen von Julia!) aber irgendwie habe ich bis jetzt nicht verstanden, wie der Reißverschlussstreifen eingenäht werden soll... Entsprechend glaube ich, da auch irgendeinen Fehler gemacht zu haben, der obere Streifen des Futterstoffes war am Ende nämlich viel zu lang, weshalb ich einfach beherzt zur Schere gegriffen habe. Nicht bedacht habe ich dabei, dass so die Futtertasche natürlich viiiel kleiner war als die Außentasche, weshalb diese jetzt vier formschöne Falten an den Seiten zieren, die in Kombination mit dem steifen Material immer irgendwie komisch abstehen... Von Weitem sieht man das zum Glück nicht so, aber von Nahem stört es mich schon... Aber naja, ich verbuche das mal unter Kunst^^

Noch ein Blick ins Innere: ganz viel Glücksklee :-)


Die nächsten zwei Wochen werde ich übrigens keine Tasche nähen, denn ich habe von keinem der E-Book-Hersteller noch ein ungenähtes Exemplar hier liegen, aber zum Finale fällt mir bestimmt wieder etwas ein :-)

Viele Grüße

Anela 

Samstag, 15. August 2015

{Nähen} Taschen aus der Vergessenheit befreien

Letzte Woche bin ich bei Instagram über Fabulatorias super Idee gestolpert, vergessene Taschen-E-Books wieder hervorzukramen und endlich in die Tat umzusetzen. Ich hatte sofort eine Tasche vor Augen, die letztes Jahr fest geplant war, dann aber irgendwie doch nur in meinem Kopf geblieben ist, sodass ich beschlossen habe, die Gelegenheit zu nutzen!

Beim Durchstöbern meiner Festplatte musste ich dann feststellen, dass ich wohl kein großer E-Book-Messie bin, denn die meisten meiner digitalen Schnitte habe ich tatsächlich schon ausprobiert^^ In Woche drei und vier werde ich also Pause machen, Woche eins startet jedoch mit Farbenmix und da habe ich tatsächlich so einige E-Books gespeichert und noch nicht mal ausgedruckt...

Beutel genäht und bedruckt


Während ich also noch zwischen der „Alles-drin“-Tasche, der Apfeltasche und der Mini-Maribella überlegte, fiel mir ein kleiner Skizzenzettel wieder in die Hände, den ich während eines Posts von Jen gezeichnet hatte.

Jen gibt einmal im Monat ein Thema vor, zu dem man sich kreativ betätigen kann und beim Aprilmotto „Licht & Schatten“ hatte ich spontan ein Vogelmotiv auf einem Beutel vor Augen. Der April ist zwar schon lange vorbei, aber es geht ja auch darum, Vergessenes in die Tat umzusetzen ;-)

Beutel genäht und bedruckt
Das Motiv habe ich aus selbstklebender Folie ausgeschnitten, auf den Stoff geklebt und dann die Stoffmalfarbe aufgetupft.


Also ist meine erste vergessene „Tasche“ zugegebenermaßen wirklich eher ein Beutel und zwar der RatzFatzBeutel von Farbenmix. Aber ich hoffe, das geht trotzdem in Ordnung, einen Beutel habe ich mir erstaunlicherweise nämlich noch nie genäht und Stoffmalfarben wollte ich auch schon immer mal ausprobieren, sozusagen zwei (vergessene) Fliegen mit einer Klappe^^

Beutel genäht und bedruckt


Nächste Woche geht es dann mit einer Tasche von Julia von lillesol & pelle weiter, da habe ich auch schon einen Plan, der Schnitt war nämlich der schon genannte Auslöser für das Durchsuchen meiner Festplatte…

Viele Grüße

Anela  

Mittwoch, 12. August 2015

{Nähen} Von Probeteilen und spontanen Planänderungen…

Dass ich derzeit vor allen Dingen Stoffe „mit Plan“ shoppe, habe ich euch ja letztens schon erzählt. So auch schon während unseres Japanurlaubs im letzten Jahr. Dort durfte ein wunderschöner Kirschblütenstoff mit in den Koffer wandern, um mich als leichter Sommerrock zukünftig immer an die schöne Zeit zu erinnern.

Stoff Kirschblüten

Einen Schnitt hatte ich auch sofort im Kopf – das Röckli von Schnabelina. Dieser Rock vereint nämlich alles was ich gerne mag: eine knieumspielende Länge, leicht ausgestellt, schön schwingend und luftig für den Sommer.

Allerdings habe ich erstmal einen Proberock genäht. Sowas mache ich normalerweise nicht, zumindest nicht wenn ich mir vorher schon sehr sicher bin, dass der Schnitt zu mir passen wird (und Röcke sind, meiner Meinung nach, ja auch nicht ganz so kompliziert wie andere Kleidungsstücke). Aber ich dachte, ein Testrock aus einem schönen (aber nicht ganz so erinnerungsträchtigem) Stoff kann ja auch nicht schaden, deshalb gibt es jetzt auch zuerst Bilder von der Testversion für euch :-)

Röckli Schnabelina

Wie erwartet, gefallen mir der Schnitt und der fertige Rock sehr, sodass dem lang geplanten Kirschblütenrock eigentlich nichts mehr im Wege stand… 

Eigentlich… 

Denn irgendwie habe ich doch schonmal hier und da ein gaaanz kleines Eckchen herausgeschnitten (O-Ton ich: ich habe ja einen ganzen Meter gekauft, das reicht doch noch locker für einen Rock!), sodass am Ende trotz intensivem drehen, puzzeln und wenden nur fünf der sechs Rockbahnen auf das Stoffstück gepasst haben.

Wie konnte denn das passieren???

Aber kein Rock war auch keine Lösung. Also habe ich ganz schnell die große Suchmaschine angeschmissen, bei Polly Pünktchen diese Anleitung gefunden, ohne weitere Überlegungen in den Stoff geschnitten, ein paar Nähte gesetzt und am nächsten Tag meinen neuen Rock ins Büro ausgeführt^^

Rock mit Kirschblüten

So schnell können lang ausgetüftelte Nähpläne über den Haufen geworfen werden^^

Und ich muss schon ehrlich zugeben, dass der Ratz-Fatz-Rock aufgrund des Jerseybundes einen kleinen Komfortbonus gegenüber dem Röckli erhält. Mögen tue ich aber beide :-)

Habt ihr eure lang gehegten Nähpläne auch schonmal spontan über den Haufen geworfen? 

Und wie sieht es mit echten Stoffschätzen aus? Eher hüten oder anschneiden (ist ja eigentlich mehr meine Art)^^

Viele Grüße
Anela

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